News & Rückblick

Solange die Erde besteht... aus Sicht eines Geflüchteten

Wenn die Welt zerbricht…

Was passiert, wenn deine Welt zerbricht? Alles, was du kennst und liebst, zerfließt dir einfach so zwischen den Fingern. Zurück bleibt ein Haufen Emotionen und der Wille zum Überleben.

Hauptsache weg und überleben – in der Hoffnung, sich irgendwo anders eine neue Welt aufzubauen. Das hoffte auch Mikel, ein junger Mann, der seit 2015 in Linkenheim wohnt.

 

Weil seine Welt in Nigeria zerbrach, machte er sich notgedrungen auf eine beschwerliche und sehr lange Reise, die heute noch nicht vorbei ist. Mikels Welt muss mehrfach zerbrochen sein und umso erstaunlicher finde ich seine gelassene und positive Ausstrahlung. Wenn ich ihm einfach so auf der Straße begegnen würde, würde ich niemals ahnen, was er schon alles erlebt hat.

 

Der lange Weg nach Linkenheim...

Als Mikel sechs Jahre alt war, holte sein Vater ihn zu sich in den Norden Nigerias. Bis dahin wuchs er bei seiner Mutter in Südnigeria auf, wo er nach eigener Aussage gerne bleiben wollte. Der erste unfreiwillige Umzug, ein kleiner Teil der eigenen Welt zerbricht. In 2011 stirbt sein Vater bei einem Boko Haram Angriff, Mikel selbst wird gekidnappt und mit vielen anderen Leuten in einem viel zu kleinen Raum gefangen gehalten. Irgendwie schafft er es zu fliehen und schafft es nach Niger und weiter nach Libyen. Er reist nach Ägypten, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden, sich eine neue Welt aufzubauen. Erfolglos muss er zurück nach Libyen. Letztlich landet er auf einem Schlauchboot, harrt zwei Tage auf dem Mittelmeer aus, ohne Trinken, aber immerhin mit etwas zu Essen. Mikel erzählt, dass einige Menschen unterwegs gestorben sind. Über Italien schließlich kommt er in Deutschland an. Hier muss er innerhalb eines Jahres viermal umziehen, um endlich ankommen zu dürfen. Fünf Jahre war Mikel im Asylverfahren. In dieser Zeit hat er sich eine neue kleine Welt aufgebaut: er hat in der lokalen Kirche Freunde gefunden, einen Familienersatz. Mit seiner Freundin, die er gerne heiraten möchte, hat er einen gemeinsamen Sohn. Und auch diese neu aufgebaute Welt droht wieder zusammenzubrechen: Mikel hat lediglich eine Duldung erhalten. Das bedeutet, dass er das Land eigentlich verlassen muss, aufgrund bislang fehlender Papiere ist dies jedoch noch nicht möglich. Die Absurdität: um bleiben zu dürfen, benötigt Mikel dieselben Papiere wie für eine Abschiebung. Ob seine neue Welt bestehen bleibt, hängt also auch an den Sachbearbeitern von Mikels Fall ab.

 

Bangen und Hoffen

Mikel schläft schlecht, er macht sich Sorgen. Ist das nicht mehr als verständlich in so einer Situation? Ich wüsste nicht, wo mir der Kopf steht, wenn alles nur wackelig ist und jeden Moment droht, zu zerbrechen.

Trotzdem hofft Mikel weiter. Der Glaube an Gott gibt ihm Kraft, Johannes 3,16 nennt er als seinen Lieblingsvers. Außerdem gibt es Menschen, die Mikel unermüdlich unterstützen, die ihm zur Seite stehen, die ZU ihm stehen, die seine Freunde geworden sind.

 

So zum Beispiel Barbara Steffe. Sie ist für Mikel wie eine Mutter. Kennengelernt haben sie sich in der Kirche. Barbara Steffe begleitet Mikel von Anfang an durch den wirren Dschungel der Bürokratie. Wie viele Emails sie geschrieben und Telefonate sie geführt hat – vermutlich würden sie Bücher und Tage füllen. Wozu das alles? Damit Mikel bleiben darf, sich hier eine neue Perspektive für ihn eröffnen kann. Und wie bereits erwähnt, ist das fast erfolgreich gelungen – bis auf die Ablehnung durch die Behörde und die wiegt bisher leider schwerer als alle anderen Argumente. Mikel arbeitet seit 2016 im Autohaus Meinzer in Linkenheim. Die Arbeit macht ihm sehr viel Freude und Mikel erzählt, dass er bereits in Nigeria in einer Autowerkstatt mitarbeiten durfte. Im Autohaus Meinzer war er zunächst Praktikant, anschließend hatte er dort einen Minijob und mittlerweile ist er fest angestellt. Er verdient seinen Unterhalt komplett selbst und berichtet, dass er morgens gerne aufsteht, um zur Arbeit zu gehen. Seine Kollegen und Chefs schätzen Mikel sehr und möchten ihn gern weiter anstellen. So tun sie alles für sie Mögliche, damit der junge Mann bleiben kann.

 

Momentan steht Barbara Steffe mit Mikels Anwalt in Kontakt, um auszuloten, welche Möglichkeiten es für eine Bleibeperspektive gibt. Alle hoffen und beten, dass Mikel bleiben darf.

Die erwähnten benötigten Papiere sind mittlerweile da. Und auch dies ist eine Wundergeschichte für sich: um einen Pass beantragen zu können, benötigte Mikel eine Tauf- oder Geburtsurkunde. Diese befanden sich allerdings in Nigeria, aber es gab keinen Verwandten, den Mikel dazu hätte fragen können. Also mussten Kontakte zur nigerianischen Behörde her. Barbara Steffe nahm selbständig Kontakte zu Kirchen in Nigeria auf – leider ohne Erfolg. Letztlich konnte der CVJM Deutschland Kontakte zum YMCA Nigeria herstellen – dieser wiederum machte einen vertrauenswürdigen Anwalt ausfindig. Dem Anwalt gelang es tatsächlich, die benötigten Dokumente aufzubringen, mit dem Mikel nun seinen Pass beantragen konnte. Das, was hier in wenigen Zeilen beschrieben steht, war eine Odysee über viele Monate. Diese Odysee war nicht nur zeitaufwändig, sondern hat auch Kraft und Emotionen gekostet und sie ist leider auch noch nicht vorbei. Nun schwebt die drückende Frage im Raum, ob Mikel bleiben darf oder tatsächlich abgeschoben wird. Im letzten Falle würde Mikels Welt erneut zerbrechen. Mikel würde ohne Perspektive, ohne Freunde und Familie dastehen, seine neuen Freunde und neue Familie dann ohne Mikel.

 

Zugehörigkeit

Mikel möchte einfach in Linkenheim bleiben dürfen. Er sagt selbst: „Linkenheim gefällt mir sehr gut. Für mich, ich kann nur in Linkenheim bleiben.“ Warum? Ganz einfach: weil er hier neue Freunde gefunden hat, eine Kirche, der er sich zugehörig fühlt, weil er Gemeinschaft erlebt.

 

Ist die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit nicht etwas, das uns als Menschen überall auf der Welt verbindet? Und besonders wir als Christen haben hier in besonderem Maße einen Zuspruch und Auftrag zugleich. Gott schenkt sich selbst, damit wir mit ihm Gemeinschaft haben können, einfach, weil er uns liebt. Gleichzeitig beauftragt er uns, unseren Nächsten zu lieben. Und das können wir nur, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Das klingt so einfach, ist in der Praxis oft unfassbar schwer. Viel einfacher scheint es doch, mich nicht mit der Not anderer auseinandersetzen zu müssen. Die Not der anderen scheint oft so weit weg oder eigene Geschäftigkeit und Sorgen sind viel zu groß, der Gedanke „bestimmt kümmern sich andere“ beruhigt das eigene Gewissen.

 

Auch, wenn wir wissen, dass diese Erde einmal vergehen wird – solange sie besteht, dürfen wir unsere Nächsten mit Gottes Liebe und seiner Hoffnung beschenken. Solange die Erde besteht, können Menschen wie Mikel im Glauben und Vertrauen vorwärtsgehen.

 

Damaris Märte

Mikel vor dem Autohaus Meinzer
Mikel vor dem Autohaus Meinzer
Mikel in seinem Element
Mikel in seinem Element

Und du?

Was denkst du, wenn du Menschen begegnest, die anders sind, die dir fremd sind? Die einen fremden Dialekt haben oder sogar eine fremde Sprache sprechen? Wendest du dich verlegen oder irritiert ab? Oder wendest du dich zu? Du kannst nicht die Welt retten, aber mit kleinen Schritten kannst du für EINEN Menschen die Welt retten. Du musst nicht gleich Emails mit Anwälten schreiben, fang einfach an, die Menschen in deiner Umgebung bewusst wahrzunehmen und offen für Begegnung zu sein.

Überleg einmal: Wer in deiner Umgebung ist dir fremd? Wie kannst du auf sie/ihn zugehen? Was braucht die Person? Wenn du nicht weißt, wo und wie du anfangen sollst, dann fang an zu beten – für Ideen, wie du starten kannst, für die Person, für Begegnungsflächen und dafür, dass Gott dir seine Perspektive auf den Menschen schenkt.

v.l.n.r.: Ralf Zimmermann, Barbara Steffe, Mikel Nebchukwu, Fabian Meinzer
v.l.n.r.: Ralf Zimmermann, Barbara Steffe, Mikel Nebchukwu, Fabian Meinzer
v.l.n.r.: Fabian Meinzer, Barbara Steffe, Mikel, Gerd Meinzer
v.l.n.r.: Fabian Meinzer, Barbara Steffe, Mikel, Gerd Meinzer
das Team im Autohaus Meinzer
das Team im Autohaus Meinzer

Frauenabend digital

Mein zweiter Frauenabend – dieses Mal ganz anders als vor einem guten Jahr. Dieses Mal digital.

 

Mitte April haben wir uns in einem kleinen Team zusammengesetzt und überlegt, was wir trotz Kontaktbeschränkungen an einem Frauenabend machen könnten. Es sollte trotz allem den Charakter unserer früheren Frauenabende behalten und Begegnung bzw. Austausch ermöglichen. Die Ideen gingen von gemeinsamen Spaziergängen (zu zweit) über kurze Besuche an der Haustür bis hin zu einem digitalen Fastenbrechen mit gemeinsamen Spielen. Für Letzteres haben wir uns dann auch entschieden. Es entsprach am ehsten unserer Vorstellung von einem Frauenabend und Gemeinschaft untereinander. Immer zwei Frauen sollten füreinander kochen und sich das Essen am betreffenden Tag vorbeibringen. Abends wollten wir dann nach Sonnenuntergang zum Fastenbrechen gemeinsam bei Zoom essen - jede bei sich zu Hause.

 

Letzten Freitag (30.04) war es dann schon soweit. Wir haben uns mit immerhin fünf Frauen getroffen, viel gelacht, für das leckere Essen bedankt, nachgefragt, wie man es zubereitet und aus was es besteht. Wir haben zusammen gegessen und gespielt. Die Zeit ging schnell rum, auch weil für einige Frauen die Nacht im Ramadan sehr kurz ist.

Ich habe den Austausch und das Miteinander sehr genossen und bin schon gespannt wie der nächste Frauenabend wird – in der Hoffnung, dass nach und nach immer mehr Begegnungen möglich werden.

 

Annika Völker (Projekt "Damit Geflüchtete Heimat finden")

Mai 2021

Essen vorbeibringen und probieren
Essen vorbeibringen und probieren
Gemeinschaft auch digital
Gemeinschaft auch digital

Zwischenbericht FSJ

FSJ in Unteröwisheim

 

So ganz anders als erwartet – mein Freiwilligendienst beim CVJM Baden. Ich bin nun ein gutes halbes Jahr im „Schloss Unteröwisheim“ und egal, was ich mir vor dieser Zeit hier erträumt habe, es kam alles ganz anders.

 

Mein Name ist Annika Depner. Ich bin 19 Jahre alt und habe letztes Jahr mein Abitur gemacht. Seit dem 1. September 2020 bin ich Teil des Jahresteams im Lebenshaus und besetze die FSJ-Stelle im interkulturellen Bereich. Ich bin Teil des Projektes „Damit Geflüchtete Heimat finden“.
Dort bin ich viel unterwegs bei Familien mit Fluchthintergrund, pflege Beziehungen und helfe beim Deutschlernen und Hausaufgabenmachen. Außerdem bin ich in der Hausaufgabenbetreuung in Münzesheim (bald auch in Unteröwisheim) und im Kidsclub Bruchsal engagiert. Zusammen mit Annika Völker plane ich Angebote für Geflüchtete und Ortsansässige, damit sie sich kennenlernen und Kontakte entstehen können. Die Geflüchteten sollen die Möglichkeit haben in Deutschland anzukommen und eine Heimat zu finden.

Ursprünglich wollte ich mein freiwilliges Jahr in Afrika machen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde daraus aber leider nichts. Auch wenn ich es schade finde, dass ich nicht nach Afrika gehen konnte, bereue ich in keiner Weise beim CVJM Baden gelandet zu sein. Mein Platz ist jetzt hier, das zeigt mir Gott jeden Tag aufs Neue. Anfangs war das Ganze ein großes Abenteuer, da ich weder den CVJM noch das Schloss zuvor kannte. Daher hatte ich nur eine schwache Vorstellung wie das Leben und die FSJ-Stelle hier aussehen könnte. Aber ich dachte mir, eine Herausforderung kann nicht schaden und außerdem liebe ich es, fremde Kulturen kennenzulernen. Also habe ich mich kurzerhand für die Stelle im interkulturellen Bereich entschieden.

 

Die erste Zeit

 

In den ersten Wochen habe ich viele neue Leute kennenlernen dürfen und bin Gott echt dankbar dafür, dass er das trotz der Pandemie möglich gemacht hat. Ich durfte die unglaubliche Gastfreundschaft von Menschen anderer Kulturen, ihre Gewohnheiten und Vorlieben kennenlernen.
Auch wenn die Kommunikation aufgrund der unterschiedlichen Sprachkenntnisse nicht immer einfach und teilweise auch ziemlich mühsam ist, ist ein offener Austausch über verschiedene alltägliche Dinge, sowie Kultur und Religion möglich. Ich finde es stark, wie wir uns auf Augenhöhe begegnen und voneinander lernen können.

 

Corona und Lockdown

 

Mit den zunehmenden Corona-Fallzahlen und dem zweiten Lockdown musste ich leider meine Besuche bei den Familien einstellen. Zuerst haben wir uns noch mit Maske getroffen und auf Essen und Trinken verzichtet. Diese Umstellung kostete bereits große Überwindung. Nach der Kennenlernphase sollte eigentlich die Phase kommen, in der man sich regelmäßig trifft, einen etwas geregelteren Wochenplan zusammenstellt und einfach die Beziehung pflegt und festigt. Stattdessen konnten wir uns über die kalten Wintermonate gar nicht treffen und es war nur digital möglich verbunden zu bleiben. Auf beiden Seiten haben wir schnell gemerkt, wie mühsam es ist über WhatsApp, Video Call und höchstens Türbesuche Kontakt zu halten.
Umso glücklicher und erleichterter sind wir jetzt, wo wir bei gutem Wetter draußen wieder etwas zusammen machen können.

Während des Lockdowns haben wir eine Hausaufgabenbetreuung in Münzesheim ins Leben gerufen, was - Gott sei Dank - trotz der Corona-Maßnahmen möglich war. Auch in Unteröwisheim wollen wir eine Hausaufgabenbetreuung aufbauen und so noch mehr Kindern in dieser schweren Zeit zur Seite stehen.

Während meiner „freien“ Zeit konnte ich im Schloss den Rest des Jahresteams unterstützen und so meine Zeit sinnvoll nutzen. Als Team sind wir in dieser intensiven Zeit sehr zusammengewachsen, weil aufgrund der fehlenden Belegung im Schloss alle gleichzeitig gearbeitet haben und wir so auch unsere Freizeit für gemeinsame Aktionen nutzen konnten. Auch wenn die fehlende Arbeit mit den Geflüchteten ein großer Verlust für mich war und mich belastet hat, war diese Zeit somit nicht vergeudet.
Im Gegenteil, ich habe sie als sehr wertvoll empfunden und viele andere Dinge gelernt, zu denen ich in meinem ursprünglich angedachten Alltag wahrscheinlich nie gekommen wäre.

Mein FSJ birgt viele Herausforderungen und es ist auch nicht alles einfach. Aber ich erlebe Gott und dass ich mit seiner Hilfe einen Unterschied machen kann. In allem steht er uns bei und mit Blick auf ihn können wir gemeinsam in die Zukunft gehen.

 

Gebet

 

Gerne kann man dafür beten, dass die vielen geflüchteten Menschen sich in diesem für sie neuen Land trotz der ganzen Umstände wohlfühlen können; Dass sie durch die vielen fehlenden sozialen Kontakte und Möglichkeiten solche zu knüpfen nicht vollkommen isoliert werden und ihr bisher erlerntes Deutsch vergessen; Dass die Kinder auch im Fernunterricht etwas lernen können und nicht noch weiter zurückfallen; Dass Aufenthaltstitel verlängert werden und die Menschen ohne Furcht in die Zukunft blicken und vor allem, dass Gott seine Macht und seine Barmherzigkeit sichtbar macht. Gerne kann man auch für uns Mitarbeitende beten, um neue Ideen und Durchhaltevermögen in dieser schweren Zeit, die einen nach wie vor zum Umdenken zwingt und an Grenzen bringt. Seid behütet und gesegnet!

 

Anni

Mai 2021

Anni (eigentlich Annika, aber sonst gibt´s zwei:))
Anni (eigentlich Annika, aber sonst gibt´s zwei:))
Seminar mit dem Rest des Jahresteams
Seminar mit dem Rest des Jahresteams
Dreh für Videobotschaften an die geflüchteten Familien zu Weihnachten
Dreh für Videobotschaften an die geflüchteten Familien zu Weihnachten
digitale Wochenbesprechung - mit super Internet (zu viert?)
digitale Wochenbesprechung - mit super Internet (zu viert?)

Zwischenfazit nach einem Jahr Projektarbeit

Hallo?! Wie geht’s?“ „Wie geht’s?“ - kurze Stille... Dann die Antwort von beiden fast gleichzeitig: „Gut und dir?“ „Auch gut“.

Kontakte digital halten ist alles andere als leicht. Und ehrlich gesagt muss ich mich manchmal auch erst dazu überwinden. Teils ist die Verbindung so schlecht, dass wir uns nach zwei Minuten alles gesagt zu haben scheinen: „Was meinst du? Ich verstehe dich nicht gut“ „Egal“. Manchmal können wir aber auch eine halbe Stunde reden: alle aus der Familie begrüßen, jede und jeden fragen wie es ihnen geht, wie die Schule gerade ist, ob man noch arbeiten kann, gemeinsam lachen und sich beteuern, dass man sich wieder trifft bzw. zu Besuch kommt, sobald es wieder geht.

 

Solche Gespräche sind teils anstrengend, machen mir aber auch immer wieder Mut und motivieren mich. Sie zeigen mir, warum ich meine Arbeit eigentlich mache: um Menschen zu erreichen, Gemeinschaft zu haben, Freundschaften zu knüpfen und Menschen kennenzulernen – miteinander unterwegs zu sein.

 

Aber es war ja nicht alles im letzten Jahr schlecht. Ich freue mich über besondere Begegnungen mit Maske und Abstand, über die Hausaufgabenbetreuung, die ich im November im CVJM Münzesheim mit einigen Ehrenamtlichen für ca. zehn Schülerinnen und Schülern starten konnte – für immerhin knapp zwei Monate. Was jetzt? Hausaufgabenhilfe per WhatsApp? Nur als Notlösung! Viel zu anstrengend. Aber immerhin etwas.

 

Gefreut habe ich mich sehr über die realen Begegnungen, die ich beim Verteilen von Oster- oder Weihnachtsgeschenken hatte. Die Gespräche an der Haustür, quasi zwischen „Tür und Angel“. Wahrnehmen „Wie geht es dir?“, antworten, sich austauschen. Einander sehen und ein aufmunterndes Lächeln schenken. Das ist es, was für mich Begegnungen ausmacht.

 

Es sind die kleinen Dinge, über die ich mich schon immer freuen konnte, die ich aber besonders jetzt auch wieder schätzen lerne. Zusammen an einem Thema arbeiten, Dinge planen und organisieren, Menschen begleiten und dabei zusehen können, wie sie - wie wir gemeinsam - wachsen. Von einer positiven Zukunft träumen. Und uns sicher sein können, dass wir gehalten sind. Gott loben für alles, was gut ist – egal, was kommt und dass er gut ist. Uns gegenseitig ermutigen und tragen. Mit der Perspektive, dass es irgendwann wieder anders wird. Dass wir Veränderung gestalten können und dass sie dann positiv wird – mit Gottes Hilfe. Es sind die kleinen Dinge, die wir entdecken dürfen – teils neu oder wieder neu – und vielleicht anders.

 

Ich bin gespannt und bete, dass Gott die Zeit nutzt und in uns Dinge wachsen lässt, wie Kreativität, Liebe für uns und andere Menschen und dass er uns Menschen oder Dinge aufs Herz legt, die wir sowohl jetzt, als auch in Zukunft angehen können.
Auf dass wir gestärkt und mit Vorfreude auf Begegnungen aus der Krise hinausgehen, Dinge anpacken und zum Positiven hin verändern können.

 

Annika Völker (Projekt "Damit Geflüchtete Heimat finden")

Januar 2021

Austausch
Austausch
Schönheit von Gemeinschaft
Schönheit von Gemeinschaft
Freundschaft: mutiges Miteinander
Freundschaft: mutiges Miteinander

Mitarbeit bei der Tafel Bruchsal

Die letzten Monate waren auch für uns im Projekt eine Umstellung; Menschen konnten nicht mehr besucht oder getroffen werden, so gut wie keine Veranstaltungen oder Programme fanden mehr statt. Stattdessen versuchten wir den bereits vorhandenen Kontakt und Beziehungen per WhatsApp oder andere digitale Möglichkeiten zu erhalten.

 

Da somit ein wesentlicher Teil meiner Arbeit wegbrach, hörte ich mich im Landkreis Karlsruhe um, ob und wo unsere Hilfe gebraucht wurde. Über einige Ecken stieß ich auf den Tafelladen in Bruchsal, welcher von der Caritas betrieben/geleitet wird. Nach dem ersten Kontakt, konnte ich Anfang Mai das erste Mal in der Tafel helfen Obst und Gemüse mit anderen Mitarbeitenden zu sortieren; schlechte Lebensmittel wegschmeißen und Gutes aufheben, sodass es für andere zum Verkauf in dem kleinen supermarktähnlichen Laden zur Verfügung stand. Es war eine sehr gute Möglichkeit für mich einen Einblick in die Arbeit der Tafel zu bekommen. Das kollegiale Miteinander war inspirierend und aufschlussreich für mich; teils rustikal, aber doch sehr herzlich und auf ein Miteinander (auf Augenhöhe) bedacht. Ich wurde von langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingeführt und durfte immer wieder Fragen stellen. Das tat uns gegenseitig gut. Ich durfte lernen wie wichtig es ist Menschen mit an einer Aufgabe zu beteiligen, an der sie tatkräftig mithelfen können und bei der sie darüber hinaus auch ein Beziehungsnetzwerk aufbauen können.

 

Des Weiteren wurde mir noch einmal bewusst welch eine wichtige Rolle die Tafel in unserer Gesellschaft einnimmt und auch in Zukunft bei aller Kurzarbeit, niedrigen Renten oder Jobverlusten weiterhin an Wichtigkeit gewinnen wird.

 

Ich bin sehr dankbar für die knapp zwei Monate, in denen ich ein Teil des Tafel-Teams sein durfte und kann nur jeder und jedem empfehlen eine Zeit in der Tafel mitzuarbeiten. Ich bin gespannt wie und wo sich ggf. auch in Zukunft Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben werden.

 

Annika Völker

Juli 2020

News aus dem FSJ 2020

Zwischenbericht

Im Februar bin ich, Nora Köber, in mein FSJ gestartet. In meinem FSJ bin ich mit Geflüchteten unterwegs und darf dadurch nicht nur ganz viele, super liebe neue Menschen kennenlernen, sondern auch andere Kulturen...

Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes Jahr liegt hinter mir und somit neigt sich mein Freiwilligen Dienst im Projekt: „Damit Geflüchtete Heimat finden“ dem Ende zu.

Frauenabend im CVJM Jugendhaus Münzesheim

Am Freitag, den 13. eine Veranstaltung machen – das würde nicht jede/r!
Uns - ca. 13 Frauen aus Kraichtal (Münzesheim, Unteröwisheim und Menzingen) - hielt das allerdings nicht davon ab, einen gemeinsamen Abend im CVJM Jugendhaus Münzesheim zu verbringen.

Es stellte sich raus, dass der 13. März genau der richtige Zeitpunkt war, denn kurz danach wurden die ersten Bestimmungen zur Kontaktsperre eingeführt.

Neben einigen Gesprächen über das neue Virus, gab es bei leckerem Essen sowie Getränken auch Zeit zum Austausch und persönlichen Gesprächen. Jede von uns hatte etwas mit- oder eingebracht und trug  so dazu bei, dass der Abend  bunt und vielfältig wurde.

Der Abend selbst war geprägt von Freude über das Wiedersehen, bis hin zu einem interessierten Kennenlernen. Doch selbst, wenn wir eine bunte und teils neu zusammengewürfelte Gruppe waren, durften wir von einer guten und herzlichen Stimmung profitieren.

Wir kamen über das Thema Fasten ins Gespräch, da für uns Christen zu dieser Zeit Fasten-/Passionszeit war; tauschten uns über unsere teils verschiedenen, teils ähnlichen Gründe zum Fasten sowie Rituale oder Traditionen aus. Nach allem Sitzen und Reden durften wir dann aber auch praktisch werden und passend  zum Frühlingsanfang Blumen aussuchen, Übertöpfe (aus alten Konserven und Milchpackungen) gestalten und diese dann mit nach Hause nehmen. So hatten wir eine kleine Erinnerung an den wirklich gelungenen und schönen Abend sowie einen ersten Vorgeschmack vom Frühling in unseren Häusern.
Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen, zu welchem wir natürlich wieder alle herzlich einladen werden!

 

Annika Völker

März 2020

CVJM Jugendhaus Münzesheim
CVJM Jugendhaus Münzesheim
gemeinsam Blumentöpfe dekorieren und bepflanzen
gemeinsam Blumentöpfe dekorieren und bepflanzen

neues projekt "damit geflüchtete heimat finden"

In Ergänzung zum bereits bestehenden Projekt „Damit aus Fremden Freunde werden“ gibt es seit Februar 2020 ein weiteres Projekt „Damit Geflüchtete Heimat finden“.

 

Immer wieder gibt es Einzelpersonen, die mit Geflüchteten unterwegs sind und bei denen Freundschaften gewachsen sind. Oft ist es schwierig, eine Brücke in die CVJMs zu schlagen und Integration als Vereinsthema zu platzieren. Dabei ist es gerade heute besonders wichtig, Integration aktiv zu gestalten und nicht nur darüber zu reden. Menschen, die mittlerweile seit ein paar Jahren in Deutschland wohnen, sehnen sich oftmals nach Freundschaften und Austausch mit Ortsansässigen. Besonders Kinder und Jugendliche haben in ihrer Freizeit teilweise wenig Beschäftigung, Mütter oft wenig Spielraum zur Vernetzung mit ortsansässigen Frauen, geschweige denn zum Erlernen der deutschen Sprache. Daher ist es uns ein Anliegen, bestehende Angebote des CVJM zu nutzen, um Geflüchtete mit hineinzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, eine neue Heimat zu finden und so ein Miteinander der Kulturen zu ermöglichen. Das Projekt „Damit Geflüchtete Heimat finden“ (Februar 2020-Dezember 2022) setzt bei letztgenanntem Anliegen an. Durch Beziehungs- und Netzwerkarbeit zu Ortsansässigen und Menschen mit Fluchthintergrund soll ein inklusiver Sozialraum gefördert werden - wozu unter anderem die Öffnung bestehender Angebote in CVJMs zählt.

Weiterhin wird es moderierte Begegnungsangebote geben, um Menschen verschiedener Kulturen zusammenzubringen.

Das Projekt ist modellhaft mit Schwerpunkt in Kraichtal /Landkreis Karlsruhe angesiedelt und wird gefördert durch die Aktion Mensch und die wertestarter Stiftung.

 

Annika Völker konnte als CVJM-Sekretärin für das neue Projekt gewonnen werden. Nach ihrem Freiwilligendienst in Togo hat sie an der CVJM-Hochschule Soziale Arbeit und Gemeinde- und Religionspädagogik studiert. Durch eine Weiterbildung zum Integrationscoach und verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten hat Annika Erfahrungen im interkulturellen Kontext sammeln und vertiefen können. Ihr Praxissemester absolvierte sie im Hoffnungshaus Leonberg (integratives Wohnkonzept mit Geflüchteten und Ortsansässigen).

 

Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, ein FSJ in der Arbeit mit Geflüchteten zu machen. Ab September 2020 suchen wir eine Person, die beide Projekte unterstützt – Beziehungsarbeit zu Geflüchteten, Nachhilfeangebote, Integration in CVJM-Angebote, Betreuung des Escape Rooms, Initiation eines eigenen Projektes etc. Die aktuelle Ausschreibung findest du hier.

 

Damaris Märte

 

 

Ansprechpartnerin

Verantwortlich für das Projekt "Damit Geflüchtete Heimat finden" ist Annika Völker

 

annika.voelker@cvjmbaden.de

 

interkulturelle weihnachtsfeier

 

Gemeinsam feiern mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Das ist gelebte Integration. Am 14.12 fand eine interkulturelle Weihnachtsfeier im Feuerwehrhaus Münzesheim statt. Organisiert wurde das Fest von der Stadt Kraichtal und dem CVJM Baden. Rund 60 Leute saßen in gemütlicher Runde zusammen, tranken Kaffee oder Tee und genossen Köstlichkeiten des Mitbring-Buffets. Die jüngeren Gäste hielten sich in der Spiel- und Bastelecke auf.

 

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters nahm uns die Band „The Samras“ mit hinein in weihnachtliche Lieder. Die Band besteht aus drei Brüdern (http://www.subhysamra.com/), die aus Syrien nach Deutschland gekommen sind. Sie wohnen in Mannheim und nehmen dort zurzeit eigene Lieder auf. Sie schreiben über sich selbst: „Uns hat die Musik durch unsere Reise in vielen Ländern begleitet.“ Die Freude zur Musik strahlten sie aus.

 

Zwischendurch erzählte Damaris Märte (CVJM Baden) die Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hirten. Am Ende leitete Sonna Sickert (Stadt Kraichtal) die Bescherung für Kinder ein. Das Kraichtaler Christkind beschenkt nun im achten Jahr Familien, die wenig finanzielle Mittel haben, um ihren Kindern Geschenke zu kaufen. Daneben gab es Zeit für Begegnung und Austausch. Das Fazit: ein gelungenes Fest, das wiederholungsbedürftig ist.

 

Vielen Dank an alle ehrenamtlichen HelferInnen, die zum Gelingen der Weihnachtsfeier beigetragen haben.

Und vielen Dank an die Initiative Allianz für Beteiligung e.V. und das Staatsministerium, die das Fest mit dem Förderprogramm "Beteiligungstaler. Projektfonds zur Förderung von Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung".

 

Damaris Märte

Safe the date - Integrationskongress 2020

Landesjungscharlager 2019

Vom 17. bis zum 19. Mai 2019 fand das diesjährige Landesjungscharlager in Graben-Neudorf statt, zu dem ich ein syrisches Geschwisterpaar mitnahm.


3 Tage voller Action, Spiel und Spaß, aber auch Glaubensimpulsen – da war auf jeden Fall was los!
Die Beiden waren zuvor noch nie allein ohne Mutter auf so einer Art von Veranstaltung gewesen, deswegen war alles sehr spannend und neu für sie und sie mussten sich erstmal an den Trubel und die vielen anderen Kinder gewöhnen.


Wir meldeten uns über die Jungschargruppe des CVJM Münzesheim mit an und auch wenn vieles, wie beispielsweise das Zelten oder die Spiele in großer Gruppe, neu für die Beiden war, fanden sie sich schnell gut in der Gruppe zurecht und brachten sich ein. Sprachliche Barrieren gab es kaum.
Das LaJuLa begann mit einem gemeinsamen Abendessen in der Zeltgruppe und auch Frühstück und Mittagessen waren gemeinsame Mahlzeiten. Auch das Programm mit verschiedenen Impulsen fanden die Beiden spannend und in die große Spielaktion am Samstagnachmittag brachten sie sich gut ein. Das diesjährige Thema war „Mach was draus“.
Am Sonntag kamen sie mit einem Lachen auf den Lippen wieder nach Hause und erzählten auch danach noch häufig von dem Gehörten und den tollen und spannenden Erlebnissen, die sie dort hatten.
Es war toll zu sehen, wie sich das Verhalten der Beiden im Laufe des Lagers besonders während des Programms änderte. Während sie anfangs noch relativ kritisch zuschauten, wie die anderen Kinder begeistert mitsangen, sprangen sie am Ende selbst mit und ließen ihre Stimmen hören. Beeindruckend, was ein paar Tage schon ausmachen können.


Lasst euch ermutigen, geflüchtete Kids auf solche Veranstaltungen mitzunehmen. Ja, es kann herausfordernd sein und ja, es bedarf Aufwand, aber was Gott auf solchen Veranstaltungen in diesen Kindern bewegen kann, ist einfach unglaublich.


Mirjam Gallenkämper

Taco-Team unterwegs in baden

Jesus verbindet. Weltweit. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen ist unser Antreiber.

Vom 17.-31.03 war das taco-Team in Baden unterwegs.

 

taco ist ein kreatives Team internationaler Christen, die von Jesus erzählen.

Vor über 20 Jahren hat sich taco im muslimischen Kontext gegründet, um über Musik, Tanz, Theater und andere kreative Möglichkeiten Zeugnis ihres Glaubens an Jesus zu geben. Gleichzeitig inspirieren sie dadurch die Zuschauer zum Mitmachen und Entdecken eigener Fähigkeiten. Nachhaltigkeit liegt taco sehr am Herzen, weshalb sie ausschließlich mit lokalen Partnern kooperieren. Diese können gewährleisten, Menschen mit Fragen weiterhin zu begleiten und mit ihnen im Gespräch zu sein.

Ihre Motivation ist die Liebe zu den Menschen und Gott. Leidenschaftlich gestalten sie ihre Programme und Shows und erzählen dabei von ihrem eigenen Glauben an Jesus.

 

Ende März waren wir nun 2 Wochen lang in verschiedenen CVJM’s und Netzwerken unterwegs, teilweise für mehrere Tage. Taco gestaltete Programme und Shows in Gemeinschaftsunterkünften, Schulen, in CVJM’s, Cafés und auf der Straße. In Weingarten waren wir eine Woche und gestalteten das Abendprogramm für Worttransport mit.

 

Es fanden wertvolle und gesegnete Begegnungen statt. Sowohl die Mitarbeiter der CVJM’s wurden ermutigt, als auch die Zuschauer der einzelnen Shows. Menschen sind teilweise zum ersten Mal mit CVJM in Kontakt gekommen, haben Fragen über unser WARUM gestellt und waren offen, über den Glauben ins Gespräch zu kommen und persönliches Gebet in Anspruch zu nehmen.

Wir durften bei manchen Herausforderungen erleben, dass Gott mit dabei ist und uns versorgt. Für eine der Straßenshows war es beispielsweise unmöglich, Strom zu organisieren, sodass wir einen Generator benutzten. Unmittelbar, nachdem die Show vorbei war, ging auch der Generator aus, weil das Benzin leer war.

 

In einer Gemeinschaftsunterkunft erhielten wir positive Rückmeldungen des Leiters, der bewegt war von der guten Stimmung während der Show und der seine Türen gerne wieder für den CVJM öffnet.

Insgesamt sind wir dankbar für die zurückliegende Zeit und gespannt auf alles, was aus dieser Zeit noch erwachsen wird.

 

Danke an alle, die sich in irgendeiner Art und Weise eingebracht haben :)

 

Mit welchen Elementen taco auf dieser Tour unterwegs war:

Theaterstück, Tanz, Hula Hoop Tanz, Zaubertricks, Musik, Spraypaint zu Psalm 139

 

Orte, in denen wir unterwegs waren:

Kirche Kunterbunt Wiesloch, CVJM Weingarten, CVJM Mannheim, Stadtpiraten Freiburg

 

Damaris Märte

Hula Hoop Tanz - Workshop mit Schulkindern
Hula Hoop Tanz - Workshop mit Schulkindern
Theaterstück über Schöpfung, Vergebung, Neuanfang
Theaterstück über Schöpfung, Vergebung, Neuanfang

updates im Freiwilligendienst 2018/2019

Die ersten zwei Monate

Im September bin ich, Mirjam Gallenkämper, in mein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) gestartet.

Zwei Monate...

Viele neue Erlebnisse

Der März neigt sich dem Ende zu – höchste Zeit von meinen letzten, sehr ereignisreichen Monaten zu berichten. Ein interessantes und erstklassiges Seminar...

Halbzeit...

Die Monate seit meinem letzten Bericht sind wie im Flug vergangen, ich möchte ein kleines Update von meiner Arbeit mit Geflüchteten geben...

Es neigt sich dem Ende zu...
Bald ist mein spannendes und wunderbares Jahr hier in meinem FSJ in der Arbeit mit Geflüchteten auch schon wieder vorbei. Höchste Zeit...

Auf Wiedersehen, goodbye, adiós, إلى اللقاء…

Mein Jahr als Freiwillige im Projekt „Damit aus Fremden Freunde werden“ ist nun zu Ende. Und der Name dieses Projektes beschreibt gut, was dieses Jahr für mich bedeutet hat. Aus Fremden wurden Freunde und es fällt mir sehr schwer, jetzt zu gehen.
Damit aus Fremden Freunde werden. Ich war in Familien unterwegs, in internationalen Cafés, in Gemeinschaftsunterkünften… 

 

 

Gemütliches Beisammensein an einem Adventssonntag

Gute Gespräche, leckeres Essen aus unterschiedlichen Kulturen, Weihnachtsmusik, und eine quirlig bunte Weihnachtsgeschichte mit viel Lachen – Spaß hatten wir beim Adventscafe in Münzesheim am 09.12. auf jeden Fall.  Organisiert wurde der Nachmittag von Ehrenamtlichen, die immer wieder viel Herzblut in solche Aktionen stecken.

 

Um halb 4 begann der interkulturelle Adventsnachmittag, die Menschen trudelten nach und nach ein, begrüßten sich überschwänglich und freuten sich einander zu sehen. Direkt wurden Gespräche begonnen und die auch die Kinder hatten viel Spaß zusammen. Auch Essen wurde reichlich mitgebracht, von Geflüchteten sowie von Ehrenamtlichen.

Als Programm gab es zuerst ein Adventsquiz, in Gruppen rätselten die Leute und lachten über lustige Ideen oder Vorschläge.

 

Danach durften die Kinder aktiv werden, wir spielten die Weihnachtsgeschichte nach. Bei der Frage „Wer möchte Maria sein?“ gingen mindestens 5 Hände hoch, die Kinder waren hochmotiviert dabei und jeder der wollte, bekam eine Rolle zugeteilt. Sie durften sich verkleiden und während die Weihnachtsgeschichte vorgelesen wurde, spielten die Kinder dazu. Es war eine bunt gemischte Truppe, die da auf der Bühne auftrat, die Eltern schauten ihren Kindern zu und alle hatten viel Spaß. Danach malten die Kinder ein großes Gemeinschaftsbild zum Thema Weihnachten.

Egal ob groß oder klein, jung oder alt, mit Fluchthintergrund oder ohne... Gemeinschaft tut einfach gut.  Die Offenheit in den Herzen aller, die beim Café dabei waren, war der Schlüssel für einen gelungenen Nachmittag. Zufrieden gingen alle wieder nach Hause, voll mit gutem Essen und schönen Erinnerungen und Gedanken. 

 

Mirjam Gallenkämper

Erfahrungen im Freiwilligendienst 2017/2018 

Jahresrückblick

Mein Bundesfreiwilligendienst ist nun nach einem Jahr zu Ende. In diesem Artikel werde ich über meine Arbeit und meine Erfahrungen mit Geflüchteten berichten...

 

Neue Projekte

Seit meinem letzten Bericht „Mein BFD – Die ersten zwei Monate“ sind inzwischen 3 Monate vergangen. Drei Monate, in denen ich neue Projekte anfangen durfte....

Gemeinsam Gemüse anbauen

Mit zu meinem BFD gehört es, selbstständig eine Aktion mit Geflüchteten zu planen und durchzuführen. Da ich sehr gerne gärtnere, entschied ich mich...

 

Die ersten zwei Monate

Mein Name ist Friederike Krehl und mein BFD (Bundesfreiwilligendienst) in der Flüchtlingsarbeit  habe ich im September begonnen...

 

 

 

 

dm Aktion "herz zeigen"

Im Herbst 2018 hatten wir als Projekt „Damit aus Fremden Freunde werden“ die Möglichkeit, bei der dm Aktion „Herz zeigen“ dabei zu sein. Eine Woche lang konnten Kunden im dm Markt Bruchsal/Industriegebiet ihre Stimme abgeben für eines von zwei ausgewählten Projekten. Mit der Aktion unterstützt dm bürgerschaftliches Engagement. Die Anzahl der Stimmen entschied dabei über die Höhe der Spende.

 

So freuen wir uns über eine Spende von 400 €, die der Finanzierung des Projektes zugutekommt: Unterstützung von Familien, gemeinsame Ausflüge und Aktionen, Materialien zur Deutschnachhilfe etc.

 

Vielen Dank an alle, die ihre Stimme für uns abgegeben haben :)

 

Damaris Märte

 

 

Fernsehlotterie "Glücksspirale" verhilft CVJM Baden zu einem neuen Kleinbus für die Arbeit mit Geflüchteten

Mobilitätskonzept geht auf

"Wir freuen uns über dieses neue Transportfahrzeug, das wir durch die Spende der Fernsehlotterie 'Glücksspirale' anschaffen konnten für unsere Arbeit mit Geflüchteten", sagt Matthias Kerschbaum, Generalsekretär des CVJM-Landesverbandes Baden. "Ein solches Fahrzeug hilft unserem Konzept, um diese Menschen mitnehmen zu können zu unseren verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen."

 

Das neue Fahrzeug ist ein Kleinbus mit neun Plätzen, das Marieke Rahn, CVJM-Sekretärin für die Arbeit mit Geflüchteten, künftig nutzen kann. Neben der Spende der Fernsehlotterie ermöglichte ein großzügiger Rabatt des Fahrzeugherstellers den Kauf des Neuwagens. "Wir werden den Bus einsetzen für wöchentliche Sportangebote in einzelnen Ortsvereinen, für die Fahrt zu Jugend- und Familienfreizeiten, für Ausflüge und für Fahrten zu überregionalen Gottesdiensten", sagt Rahn. "Das Fahrzeug ist ein wesentliches Element in unserem Konzept, die Geflüchteten mobil zu halten und aus dem Abseits zu holen; gerade in den ländlichen Gegenden, wo die Wege weit sind." Das Fahrzeug ermögliche eine größere Flexibilität und helfe neue Ideen umzusetzen. Auch das Projektteam des CVJM-Landesverbandes für die Arbeit mit Geflüchteten kann so gemeinsam unterwegs sein.

 

Die Staatliche Toto-Lotto Gesellschaft engagiert sich traditionell stark für das Gemeinwohl. Als langjähriger Partner des Sports und vieler sozialer Projekte im Land setzt sie ein Zeichen mit der finanziellen Unterstützung gemeinnütziger Organisationen und fördert so den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Martin Stock

 

 

Herzlich Willkommen, Stadtpiraten! - Stadtpiraten Freiburg e.V. als neuer Netzwerkpartner

 

Wie kommt es zu der Kooperation?

 

Am 21.11.2016 wurde der CVJM Freiburg gegründet. Der besondere Charakter dieses neuen CVJM ist, dass sich dort die schon bestehende Jugendarbeit in verschiedenen Gemeinden und Initiativen vernetzt. Dazu gehören TEN SING Freiburg, die Schuljugendarbeit ACROSS, die Evangelische Pfarrgemeinde Nord, die Evangelische Gemeinde dreisam3 und der Stadtpiraten Freiburg e.V..

 

 

Wer sind die Stadtpiraten?

 

Stadtpiraten Freiburg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein von über 80 Christen verschiedener Konfessionen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Als wichtigstes Ziel sieht der Verein die Unterstützung und Begleitung minderjähriger Flüchtlinge in Freiburg. Hierfür sind die Stadtpiraten seit 2009 in den Flüchtlingswohnheimen aktiv. Die Stadtpiraten gestalten für ca. 120 geflüchtete Kinder, Jugendliche und Erwachsene wöchentlich Programm. Neben diesem bieten sie persönliche Begleitung im Rahmen von Patenschaften, individuelle Förderung in Kreativwerkstätten, Workshops und Ferienbetreuung an.

 

Mehr Infos zu den Stadtpiraten findet ihr hier.

 

Die Bilder sind Eigentum der Stadtpiraten Freiburg e.V.
Die Bilder sind Eigentum der Stadtpiraten Freiburg e.V.

 

 

Abend mit Yasin Adigüzel zum Thema Flüchtlinge

Ende April fand ein Abend zum Thema „Flüchtlinge“ im CVJM-Lebenshaus statt. Yasin Adigüzel, Projektreferent für Interkulturelle Öffnung beim Evangelischen Jugendwerk in Württemberg hat diesen Abend gestaltet und die ca. 35 anwesenden Personen mit hineingenommen in dieses aktuelle und herausfordernde Thema.

 

Neben Informationen zu dem was die Flüchtlinge oftmals erlebt haben bevor sie überhaupt in Deutschland ankommen, berichtete er vom hiesigen Asylverfahrensprozess, den die Flüchtlinge durchlaufen müssen und zeigte anhand von 10 Punkten auf wie man Flüchtlingsarbeit beginnen kann und was es dabei zu beachten gilt. Wichtig war ihm den Anwesenden Mut zu machen, diese Arbeit in Angriff zu nehmen und sich nicht von Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden und Vorurteilen abhalten zu lassen.

 

In der anschließenden Fragerunde wurde wieder einmal deutlich wie sehr dieses Thema die Gemüter erhitzt und Menschen im ganzen Land beschäftigt. Wir sind gespannt wie es mit der Flüchtlingsarbeit in unseren CVJM-Ortsvereinen, aber auch hier beim CVJM Baden weitergehen wird.

 

Anne Scherle

 

 

Tag der offenen Moscheen

 

Was ist der Tag der offenen Moscheen?

Der Tag der offenen Moscheen (kurz TOM) findet seit 1977 jährlich am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in Deutschland statt. Dies soll die Zugehörigkeit der Muslime zur Einheit Deutschlands verdeutlichen.


Ausflug zur Bait-ul-Ahad Moschee in Bruchsal

Eine kleine Gruppe des CVJM Baden hat in Bruchsal gemeinsam die Bait-ul-Ahad Moschee besucht. Wir wurden dort herzlich empfangen und konnten uns zum einen über die Grundlagen des Islams und zum anderen über die Gemeinde "Ahmadiyyat", zu der die Bait-ul-Ahad Moschee in Bruchsal gehört, informieren. Bei Fragen standen den Besuchern Mitglieder der Gemeinde zur Verfügung, die die vielen Fragen bereitwillig und ausführlich beantworteten. Nach unserem Ausflug waren wir um einige Informationen, Eindrücke und Infobroschüren reicher.