CVJM Baden Aktuell

CVJM und Kita

Die KiTa – Begegnungs- und Erlebnisstätte wie auch zweite Heimat für viele Kinder.

 

Mit dem Eintritt des Kindes in eine Kindertagesstätte bildet sich eine Brücke zwischen der KiTa als erste Institution, welche Erziehung, Betreuung und Bildung vermittelt, und dem Elternhaus, welches die Basis des Kindes darstellt; eine wichtige Schnittstelle entsteht. Die Beziehung zwischen Eltern und KiTa, gemeinsames Abstimmen, Austauschen und Erziehen

bedingt sich, im Bestfall, wechselseitig und ermöglicht eine bestmögliche Förderung des Kindes. Bereits hier zeigt sich die Bedeutung der KiTas in der Lebenswelt des Kindes und ihrer Eltern. Kinder in ihren ersten Entwicklungsschritten begleiten zu können, stellt demnach für mich eine essentielle und zugleich privilegierte Berufung dar, die ErzieherInnen in den verschiedensten Kindertagesstätten zu Teil kommt. Ebenso stellt die KiTa, in meinen Augen, ein Ort der Begegnung dar, welcher verschiedenste Kinder, Eltern und ErzieherInnen zusammenbringt und somit zur Plattform der Vielfalt wird.

 

Diese Vielfalt und der Bedeutung einer gemeinsamen Basis, einer zweiten Heimat zeigt sich auch im Leben des CVJMs. Die Vision meiner Heimatgemeinde, des CVJM Hochstetten, finde ich hierbei passend: "Wir wollen Heimat schaffen, um Menschen in Freiheit und einen lebendigen Glauben zu führen". Heimat in Jesus, in Annahme, Liebe, Begegnung, Geborgenheit. Freiheit durch Jesus. Glaube an Gott in seiner Dreieinigkeit, seiner ansteckenden, lebendigen und überfließenden Kraft.

 

CVJM ist gemeinsam gelebter Glaube – Gemeinschaft, Vielfalt, Lebendigkeit und Gott als Zentrum. Ebenso versteht sich der CVJM als Multiplikator des Evangeliums, der besten Nachricht, die es für uns Menschen gibt, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Üblicherweise beginnt diese mit Eintritt in die Schule und dem damit erreichten Jungscharalter. Doch was wäre, wenn auch Kinder vor Schuleintritt bereits die Chance hätten sich mit Glaubensfragen wie „Warum lebe ich?“ „Wer hat die Welt geschaffen?“ „Warum muss man sterben?“ in einem Rahmen auseinanderzusetzen, der hierfür Raum und Zeit bietet?

 

In meiner Arbeit in der KiTa erlebe ich, dass es auch für uns Erwachsene so wichtig ist, „wie die Kinder zu sein“, mir ein Beispiel an ihren Fragen zu nehmen, mich mit biblischen Themen ganz neu auseinanderzusetzen und nachzuhaken.

Doch diese Offenheit, diese Fragekultur und die Möglichkeit sich auf eigenen (Glaubens-) Beinen fortzubewegen ist nur dann möglich, wenn die Materialien für den Wegbau bereitstehen, sie die Chance haben sich mit Glaubensthemen auseinanderzusetzen. Hierfür benötigen sie einen Ort der Begegnung. Einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen können und der für sie wie eine Heimat ist. Ein Ort wie eine KiTa.

 

CVJM und KiTa – klingt für mich wie eine Chance – für groß und klein!

 

Lena Schweiger, Mitarbeiterin im CVJM Hochstetten,

staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialarbeiterin