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Gleitschirm-Safari 16.6. - 22.6.2018 - so war's

Über den Dingen schweben, die Welt von oben betrachten, Sonne im Nacken und Wind im Gesicht. Das macht eine Safari aus. Dieses Jahr konnten wir alles ausgiebig genießen.

Walter, unser Fluglehrer und Fluggebietsguide, hatte - wie seit Jahren - den richtigen Riecher bei der Fluggebietsauswahl. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Eine Woche lang. Doch der Reihe nach.

 

Gleitschirm Safari

 

Treffpunkt in Schönau, kaum einer braucht noch eine Anfahrtsbeschreibung. Bei der Feuerwehr – ach so, ja klar. Wiedersehen mit Freunden. Jedes Mal schön. Die bekannten und bewährten Notfallnummernzettel werden verteilt und schon geht‘s los. Zunächst ins Schweizer Jura. Der Mauborget hält für alle tolle Flüge bereit. Ein bisschen Geduld ist zwar gefragt. Doch die Mühe lohnt sich. Es geht letztlich nach oben – Startplatzüberhöhung, geschafft. Die Staubfahne über der Motocrossanlage ist enorm, kann der Schönheit der Landschaft aber nichts anhaben. An den großen Sprung übers Tal hat sich niemand gewagt. Erstmal langsam rantasten. Am Abend auf dem Campingplatz auf dem Berg wurde jeder Safaristi durch Ekke vorgestellt. Spannende und lustige Anekdoten wurden erzählt oder ins Gedächtnis gerufen. Am nächsten Morgen ging‘s weiter Richtung Genf, vorbei am Lac Léman und Lausanne. Mit Blick auf die Touristenattraktion, eine Hängeseilbrücke, wurde das Mittagspicknick eingenommen, um dann letztlich ohne Flug an diesem Tag in Mens anzukommen. Der starke Wind hatte ein Wörtchen mitzureden. Aber Fußball-WM war ja auch noch. 1:0 verloren. Ohweh. Der nächste Tag hielt sich ziemlich bedeckt. Daher war Zeit für einige Performance-Übungen. Klapper, rollen, spiralen, eine bunte Mischung. Manch einer stellte ganz nebenbei auch noch die Tagesfluganzahl aus dem A-Kurs ein.

 

Gleitschirm Safari

 

Der nächste Tag nahm einen anderen Verlauf. Die Bedingungen wurden besser und besser und ab mittags waren kleine Streckenflüge drin. Die 10km-Marke ist mehrfach gerissen worden. Die Kante entlang bis fast zum Campingplatz, aber dann doch wieder zurück, weil‘s so schön war. Mittlerweile haben auch andere das Gebiet entdeckt. Unter anderem die französische Armee mit ihren Ausbildungsflügen mit den Tarnkappenseglern. In welchem Einsatz die wohl gebraucht werden. Vom Himmel gepflückt, musste niemand werden. Eindrücklich daran erinnert, dass noch eingekauft werden muss und die Läden auch hier Ladenschlusszeiten haben, allerdings schon. Einfach schön war‘s. Der nächste Tag brachte ein neues, für alle unbekanntes Fluggebiet. Eine Soaringkante vom Feinsten. Über dem Grat offenbart sich ein wahnsinniger Blick nach Grenoble, unfassbar blaue Seen und fast unwirkliche Gebirgszüge. Ungläubiges Staunen über dieses Naturschauspiel, Dankbarkeit und ein wenig Demut. Zeit zum Schauen, Zeit zum Staunen, Zeit um nochmal darüber nachzudenken, was Christoph (Senior) uns morgens mit in den Tag gibt. Wie teile ich meine Zeit ein, welche Zeit ist gerade, brauche ich eine spürbare Zäsur? Zurück in Mens wurde an der Rückwärtsaufziehtechnik gefeilt. Bis der Wind zu stark wurde und das Abendessen unter einem vor dem aufziehenden Gewitter schützenden Dach zubereitet wurde. Leider wurde aus dem sehr späten Abendflug nichts mehr. Der Bergwind hatte doch schon eingesetzt.

St. Hilaire, bekannt von den bunten und fantasievollen Verkleidungsflugfesten, bescherte uns einen weiteren wunderschönen Flugtag. Wieder mal genau zur richtigen Zeit am Startplatz angekommen, konnte die gesamte Felskante abgeflogen werden. Auch hier waren stundenlange Flüge drin. Abends am Revard war nur noch wenigen, sehr erfahrenen Fliegern ein Flug gegönnt. Der starke Wind am Startplatz hat uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, die wir aber abends bei einem äußerst lustigen Pizzaabendessen gerne bezahlten. Letztlich hatte wirklich niemand mehr Hunger, obwohl der französische Pizzabäcker von der Idee, eine Pizza mit allem zu machen, äußerst befremdet war – non, unmöglisch!

 

Gleitschirm Safari

 

Der letzte Tag war der Heimfahrt gewidmet. Weiterhin viel Wind. Dafür gabs beim Picknick zum Trost und zum Abschied aus Frankreich lokale Leckereien.

Der Abschied fiel wie immer nicht ganz leicht. Aber wir sehen uns wieder. Im nächsten Jahr bei der CVJM-Safari.