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CVJM Baden Aktuell

Vom CVJM Baden in den hauptamtlichen Dienst

Jonathan Augenstein (24, CVJM Spielberg) und Simon Trzeciak (24, CVJM Rastatt) sind von jungen Jahren an im CVJM Baden groß geworden. Beide entschlossen sich dann dazu in den hauptamtlichen Dienst zu gehen und studieren deshalb seit 2015 an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal. Von dort aus werden sie in diesem Sommer in den Beruf starten.

Doch wie kam es eigentlich dazu?

 Hauptamtlicher Dienst

 

Meine Zeit im CVJM Baden

Jonny: Mein erster Kontakt mit dem CVJM war 2005, als meine Familie die Gemeinde wechselte. Im CVJM Spielberg besuchte ich die Jungschar und danach den Jugendkreis. Dann arbeitete ich auch in der Jungschar und später im Jugendkreis mit. Ein Highlight war für mich jedes Jahr der Badentreff. Dort hatten wir immer eine tolle Zeit, als Gruppe, aber auch in Kontakt mit anderen Gruppen. Prägend war für mich außerdem die Mitarbeiterschulung in Belchenhöfe.

 

Simon: Ich erinnere mich noch gut an meine erste Jungscharfreizeit mit dem CVJM Baden. Ich war acht Jahre alt und völlig begeistert von diesen zehn Tagen irgendwo in Frankreich. Diese Freizeit war der Startschuss für viele Jahre, in denen ich als Kind und Jugendlicher von der guten Arbeit des CVJM profitieren durfte. Auf beste Arte und Weise hat der CVJM seine Spuren bei mir hinterlassen. Ich verdanke dem Orts- und Landesverband deshalb einiges und fühle mich nach wie vor mit ihm verbunden.

 

 

Der Gedanke an die Hauptamtlichkeit

Simon: Hauptamtlicher zu werden war definitiv nicht mein Kindheitstraum, im Gegenteil. Trotzdem hat sich dieser Gedanke mit dem Lauf der Zeit langsam eingeschlichen. In den CVJM-Sekretäre des Landesverbandes begegnete mir nun ein Berufsprofil, dass mich anfing zu reizen und mit dem ich mich immer mehr identifizieren konnte. Mein Interesse wurde geweckt und die Gedanken an die Hauptamtlichkeit wurden konkreter und lauter.

 

Jonny: Als es mit 15 so langsam auf den Beruf zu ging und der Schulabschluss immer näher rückte, überlegte ich viel, was ich denn später arbeiten möchte. Auf einmal war der Gedanke da: „Du kannst doch Jugendreferent werden.“ Das kam aus dem Nichts. Zwar arbeitete ich viel im CVJM mit, aber eigentlich war für mich schon lange klar: „Ich gehe in den technischen Bereich.“ Also schob ich den Gedanken schnell weg, da ich mir sowieso sicher war, dass ich das nicht schaffe. „Ich bin doch viel zu unbegabt, so jemanden wie mich kann Gott als Jugendreferenten nicht gebrauchen.“ Diese, oder ähnliche Gedanken gingen mir durch den Kopf.

 

 

Mein Entschluss

Jonny: In meiner Ausbildung zum Elektroniker merkte ich schnell, dass mir irgendetwas fehlt. Zwar machte es Spaß und ich war gut in meinem Beruf, aber richtig glücklich war ich nicht. Da kam dann wieder der Gedanke an die Hauptamtlichkeit. Ich war älter und war auch im Glauben gewachsen - ich war offener für den Gedanken. Also informierte ich mich, was es da für Möglichkeiten gibt. Schnell wurde ich fündig. Ich war erleichtert, dass ich nicht das Abitur nachholen musste, sondern auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung die Ausbildung zum Hauptamtlichen machen kann. Also entschloss ich mich ein Jahr zu nehmen, um herauszufinden, ob Gott mich wirklich in diesem Dienst haben möchte: Mein Jahr für Gott. Ich habe dann ein FSJ am Marienhof gemacht und dort mit Matthias Zeller einige Gespräche geführt. Schnell wurde mir das Johanneum sympathisch und ich nahm an einer Info-Woche teil. Nur danach war ich mir immer noch nicht sicher… Nach einigen Gesprächen mit Freunden und meiner Familie entschloss ich mich, es Gott in die Hände zu geben. Ich betete: „Du hast genau eine Chance, ich bewerbe mich und wenn du mich da haben willst, dann werde ich genommen und wenn nicht, dann lass mich eine Absage erhalten.“ Mein Plan B: Ein Jahr in Neuseeland Work and Travel. Wäre auch schön geworden, aber ich glaube das die Ausbildung der Richtige Weg war: gefällt mir besser und, was nicht ist, kann ja noch werden …

 

Simon: Im Wesentlichen hat mir Folgendes bei meiner Entscheidungsfindung geholfen: 1. Austausch und Feedback mit Freunden, Wegbegleitern und anderen Hauptamtlichen. 2. Konkret über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten und Inhalte informieren. 3. Es Im Vertrauen auf Gott wagen und losgehen. 4. Erkennen und annehmen, dass ich für diesen Beruf begabt bin.

Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, ob es zu 100% auch die richtige Entscheidung sein wird. Doch vieles hat dafürgesprochen, ich habe es gewagt und im Losgehen durfte ich immer wieder Bestätigung erfahren. Das Wagnis hat sich gelohnt!

 

 

Die Ausbildung

Simon: In meiner Ausbildungszeit darf ich unglaublich viel lernen. Theorie und Praxis greifen hier unfassbar gut ineinander. Auf ganzheitlicher Ebene werde ich super auf das vorbereitet, was für den Beruf wichtig ist. Durch das gemeinsame Leben auf dem Campus findet zusätzlich Lebensschule auf ganz hohem Niveau statt.  Der Berufsalltag kann kommen!

 

Jonny: Die Ausbildung macht im Großen und Ganzen Spaß, ist aber nicht einfach und teilweise auch sehr anstrengend. Herausfordernd ist für mich, wie ich neben der ganzen Theologie auch noch meinen persönlichen Glauben leben kann. Ich merke, wie sehr sich mein Denken durch die Ausbildung am Johanneum verändert hat: Ich schaue ganz anders in die Bibel und habe andere Fragen. Ich freue mich über dieses Wachstum. Besonders gut taten mir im Verlauf der Ausbildung die Praxis-Module. Sie haben mir immer wieder bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Gerade in Zeiten in denen ich nur noch wenig Kraft habe, geben mir Erfahrungen aus der Praxis den Mut weiter zu machen.

 

 

Wie es weiter geht...

Jonny: Ich werde ab August 2018 in NRW als Landesjugenreferent arbeiten: Ortsgruppen begleiten, Mitarbeiter schulen, Erlebnispädagogische Angebote durchführen und Freizeiten leiten und begleiten. Ich freue mich schon sehr darauf dann voll durchzustarten.

 

Simon: Für Hauptamtliche gibt es unzählige Möglichkeiten, sich auf die verschiedensten Arten und Weißen beruflich einzusetzen. Das Berufsbild ist unglaublich vielseitig und facettenreich. Mich selber führt der Weg ins Evangelische-Jugendwerk-Württemberg (EJW). Dort werde ich als Bezirksjugendreferent im Kirchenbezirk Schorndorf anfangen zu arbeiten. Im Schwerpunkt werde ich hier in der Jugendarbeit tätig sein.

 

 

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Jonathan Augenstein und Simon Trzeciak