Einkaufen und gleichzeitig die Arbeit des CVJM Baden unterstützen!Altes Gold hilft jungen Menschen
Wie viel wiegen 600.000 Euro? Ziemlich genau 30 Kilogramm. Zumindest wenn sie aus Gold sind. Davon konnten sich die Verantwortlichen des CVJM Baden Anfang Januar 2009 persönlich überzeugen.
Nein – der CVJM Baden hat nicht im Lotto gewonnen. Und das Gold steht weder in der Geschäftsstelle noch gehört es dem Landesverband. Die oben Genannten haben auf Einladung von Jürgen Schäfer, CVJMer aus Wilferdingen, die älteste Gold- und Silberscheideanstalt Deutschlands, die Firma Heimerle + Meule in Pforzheim (gegründet 1845), besucht.
Bei dem Besuch ging es nicht um eine gewöhnliche Betriebsbesichtigung. Der Anlass war die Aktion „Altes Gold hilft jungen Menschen“, mit der wir im CVJM-Landesverband versuchen, Geld für Projekte in der Jugendarbeit zu bekommen. Nach ca. fünf Monaten Laufzeit der Aktion konnte im Januar 2009 die erste Einschmelzung vollzogen werden. Erfreulicherweise hat uns die Firma Heimerle + Meule, bei der Jürgen Schäfer seit fast 40 Jahren arbeitet, eine kostenlose Schmelzung und Aufarbeitung des Altgoldes zugesagt. Damit kommt der volle Ertrag der Jugendarbeit zugute.


Spannend war es, als die ersten Ketten, Ringe, Armbänder, Ohrringe und einiges an Zahngold in den Schmelztiegel gelegt wurden und bei 1200 Grad Celsius sich die Edelmetalle von Unedelmetallen trennten und vom Schmelzer abgeschöpft wurden. Wenige Minuten später hielt der Schatzmeister den ersten CVJM-Goldbarren in Händen. Wenn man es nicht gewusst hätte, würde man diesen Barren nicht als Gold erkennen. Denn vor der Sandstrahlung und der weiteren Bearbeitung sieht das Goldstück noch sehr matt und schmutzig aus.
Und dann kam die zweite spannende Aktion: die Bestimmung der Anteile Gold, Silber und anderer Stoffe in dem Barren. Zunächst mit einer Art Röntgenstrahlen und dann bei der genauen Feuerprobe. Bei der weiteren Läuterung im Schmelzofen bei wiederum ca. 1200 Grad stellte sich heraus, dass unser „Goldbarren“ ca. 25% aus Gold, 60% aus Silber und der Rest aus nahezu wertlosen Metallen besteht. Aber was bedeutet das?
Schnell wurde eine Hochrechnung angestellt, die sich dann später centgenau ausrechnen lies. Das Ergebnis: diese erste Schmelzaktion hat einen Reingewinn von insgesamt 4.732,81 Euro gebracht. Dazu kamen noch Schmuckstücke, die Sammlerwert haben und durch einen Verkaufserlös höhere Preise erbringen, als durch die Einschmelzung. Alles in allem brachte der erste Teil der Aktion „Altes Gold hilft jungen Menschen“ ca. 6.500 Euro an Erlös.
Das ist ein gigantisches Ergebnis, für das wir uns bei allen „Altgold-Spenderinnen und –spendern“ aufs Herzlichste bedanken. Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich bei Jürgen Schäfer, der diese Aktion initiiert hat und sie fachmännisch begleitet sowie bei der Firma Heimerle + Meule.

Und das war erst der Anfang! Die Aktion geht weiter. Wir wollen im Jahr 2010 weiter sammeln und noch mehr Schmelzaktionen durchführen.
Deshalb die herzliche Bitte: Sammelt Gold! Jedes Gramm zählt. Übrigens auch Silber. Allerdings sollte bei Silber die Prägung „800“ oder „900“ auf dem Gegenstand vorhanden sein, sonst bringt es nichts. Nach wie vor kann das Altgold oder andere Edelmetalle in der Geschäftsstelle des CVJM Baden abgegeben oder per Post geschickt werden (aus Sicherheitsgründen per Post-Übergabe-Einschreiben, Euro-Express-Paket, Officepack oder Postpaket). Bitte jeweils möglichst eine kurze Aufstellung der Gegenstände und den Absender angeben. Bei Anlieferungsmengen im Gegenwert von über 200 € gibt es die Möglichkeit, eine Spendenbescheinigung auszustellen. Bitte sprechen Sie uns darauf an.
Zwar werden wir durch diese Aktion nicht an den zu Beginn genannten Betrag herankommen. Aber über 1% davon haben wir schon erreicht. Das ist doch was - oder? Wir sind gespannt, ob im Jahr 2010 im CVJM Baden das „Goldfieber“ ausbricht und die CVJMer auf Schatzsuche gehen. Und das Beste dabei: dieses Geld hilft, dass junge Menschen die beste Botschaft der Welt (die Bibel nennt das „Evangelium“) hören und sie durch die unterschiedlichsten Projekte und Freizeitangebote wachsen und stark werden in ihrem Leben.



