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Bericht CVJM Stetten: Fahrt nach Taizé

Fahrt nach Taizé

Drei Gebete am Tag, Schlange stehen beim Essen und Duschen, Mitarbeit beim Kochen, Putzen und Aufräumen, Gesänge in der Kirche, sehr viele unterschiedliche Menschen und Sprachen. So wirkt Taizé von Aussen.

Wir, acht junge Menschen vom CVJM Stetten, hatten die Gelegenheit, vom 19.-26. Juni für eine Woche am Leben der Taizé-Gemeinde teilzuhaben.

Die Taizé-Gemeinde, das ist eine Gemeinschaft von Brüdern verschiedener Nationen, die ihr Leben Gott widmen und es mit jungen Menschen aller Welt teilen. Gründer war Frere Roger, der 2005 sein Leben verlor. Zwischen 1000 und 5000 junge Menschen aus allen Ländern der Welt treffen sich in Taizé ( Burgund/ Frankreich), um für eine oder mehrere Wochen mit anderen jungen Christen zu leben, zu singen, zu beten, auf Gottes Wort zu hören, sich auszutauschen, Vorurteile abzubauen, andere junge Menschen und sich selbst besser kennen zu lernen.

Ein Tag in Taizé beginnt mit dem gemeinsamen Morgengebet in der großen Kirche. Einige haben schon in der Küche gearbeitet, andere kommen direkt aus dem Schlafsack.

Betritt man zum ersten Mal die Kirche, ist man positiv überrascht: gelb-rot gestrichene Wände, Teppichboden und keine Stühle.

Etwa 1500 Jugendliche saßen mit den Brüdern auf dem Boden, sangen gemeinsam die Taizé-Gesänge und verweilten in der Stille. Jeder hatte genügend Platz, um sich so auf den Boden zu setzen, wie er es gerade bequem fand. Wenn aber im Sommer über 5000 Jugendliche da sind, dann kann es schon mal eng werden..

Zwischen den Gebeten treffen sich die Jugendlichen, um gemeinsam über Bibeltexte nachzudenken. Durch die Vielfalt der Menschen und Länder, aus den alle kommen, erlebten wir eine große Bereicherung.

Bei der Ankunft in Taizé erhält jeder eine praktische Arbeit. Das klappt so super gut und ist so gut organisiert, dass das riesengroße Gelände immer sauber ist. Und zudem macht es Spaß, sich auf Englisch, Französisch oder mit den Händen bei der Arbeit zu unterhalten.

Taizé ist ein ganz besonderer Ort dieser Welt, ein Ort, an dem Lebensfreude und Offenheit von allen gemeinsam erlebt und gelebt wird. Wir sind dankbar, dass wir eine Woche lang Teil von Taizé waren. Wir kamen zur Ruhe, fanden in der Stille neue Kraft und Ausrichtung für unser Leben.

Taize

„Kristus, din Ande ioss ären källa med vorlande vatten.“ „Christus, dein Geist wohnt in uns, er ist Quelle des ewigen Lebens.“ Dieses Lied haben wir oft gesungen und wir haben gespürt, dass Christus in seiner Liebe eine Herzensfreude in uns hervorruft, die uns glücklich macht.

Wir waren das erste, aber nicht das letzte Mal in Taizé.

Wir planen im November eine „Nacht der Lichter“, zu der wir einladen werden und manche von uns überlegen auch, ob sie zum Jugendtreffen nach Berlin fahren. Taizé verbindet die jungen Menschen auf der Welt. Wir schließen uns ihnen freudig an.

 

Tina Kaplan und Isabelle Müller-Schoenau