CVJM Baden Aktuell

Ein siebenfaches Hoch auf gute Nachbarn

Ein inspirierender Bericht von unserem Nachbarn,

dem CVJM-Landesverband Bayern.

 

Unsere Kinder sind schon als sie noch klein waren hinter der Bäckereitheke in unserer direkten Nachbarschaft herumgetapst und durften mit der Chefin die Auslagen begutachten. Natürlich gab es auch immer etwas Süßes. Seitdem unsere Tochter Solveig seit letztem September in Rumänien für ein freiwilliges soziales Jahr ist, erkundigt sie sich bei jedem Einkauf, wie es ihr geht. Eine Hoch auf die Nachbarn, wenn sie mitfühlen und nachfragen!


„Habt ihr jetzt Lust zum Spielen und zum Abendessen zu kommen?" fragen Sabine und Christian am Telefon. Sie sind uns über den Kindergarten in der Nachbarschaft zu langjährigen Freunden geworden. Wir freuen uns über die spontane kulinarische Einladung, da es bei ihnen immer gemütlich ist und die Gespräche so interessant sind. Ein Hoch auf Freunde als Nachbarn.

 

Jahresprogramm 2017


Eine gute Nachbarschaft ist goldwert und das nicht nur dort, wo ich wohne, sondern auch und gerade zwischen CVJM-Vereinen. Immer wieder stelle ich auf meinen Reisen in die bayerische CVJM-Welt fest: Dort wo benachbarte CVJM füreinander da sind, geht so viel mehr und Gott legt seinen Segen darauf. Und dies kann ganz unterschiedlich aussehen - ein siebenfaches Hoch auf die Nachbarn!

 

  1. Drei benachbarte Vereine treffen sich im Jahr mindestens einmal zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung, um miteinander zu planen, eine Strategie für die Region zu entwickeln und zu beten. Ihre Jahresprogramme stimmen sie aufeinander ab, sodass sie frühzeitig voneinander wissen und sich gegenseitig mit Schulungen und Veranstaltungen ergänzen können.
  2. Seit mehreren Jahren treffen sich fünf benachbarte Vereine einmal im Jahr zum aufeinander hören und füreinander beten. Das davor fehlende Vertrauen zueinander ist durch das Kennenlernen in den Jahren gewachsen. Seitdem informiert man die Mitglieder in den Vereinsprogrammen auch über das Programm des Nachbarvereins. Eine Menge Kooperationen, gemeinsame Webseite und Veranstaltungen, die alle bereichern, sind daraus gewachsen.
  3. Was ist es motivierend, sich nicht nur mit 5 bis 30 Mitarbeitern zu treffen, sondern mit 80 bis 120 zusammen viermal im Jahr einen Mitarbeitergottesdienst mit den Nachbarn zu feiern? Der schöne Nebeneffekt ist, dass sich so die Mitarbeiter kennenlernen und geistlich miteinander zusammenwachsen. So passiert mit sechs CVJM in einer Region.
  4. Zwei benachbarte Vereine haben begonnen, neben eigenen Programmen auch gemeinsame anzubieten. Die einen haben nämlich eine Sporthalle zur Verfügung, die anderen nicht. So spielen sie gemeinsam Hockey - mit Mitarbeitern aus beiden Vereinen.
  5. Zwei Vereine tun sich zusammen und stellen einen CVJM-Sekretär für den größeren Ort zwischen ihnen ein, um Kinder und Jugendliche dort für Jesus in einer neu entstehenden CVJM-Jugendarbeit zu erreichen. Was für ein dienendes Handeln!
  6. In der Nachbarschaft ist ein neuer Verein entstanden. Schon bei der Gründung sind die drei nächstliegenden Vereine zahlreich und motivierend dabei. Aber auch danach unterstützen sie das zarte Pflänzchen, welches in dem neuen Verein wächst, indem sie nachfragen, beten und konkret helfen.
  7. Gemeinsam bekommen sie die Kinder- wie die Jugendfreizeit nicht voll, aber gemeinsam geht es. Zudem teilen sich fünf benachbarte Vereine eine Menge Organisation und wachsen über die Kinder und Jugendlichen zusammen, was sich in den kommenden Jahren deutlich positiv auf ihr Miteinander auswirkt.

 

Ich hoffe, dass dieses siebenfache Hoch auf die Nachbarn inspirierend wirkt. Ich würde mich jedenfalls darüber freuen, wenn wir davon erfahren und uns gemeinsam an diesen Beispielen freuen können. Deswegen schreibt doch eure CVJM-Nachbarschafts-Erfahrungen an mich - Vielen Dank!

Michael Götz (Generalsekretär des CVJM Bayern)

 

 

Schreibt uns auch Eure Nachbarschaftsgeschichten: info@cvjmbaden.de

Artikelübersicht