CVJM Baden Aktuell (Archiv)
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Bericht: Grundkurse Januar 2011
Streiflichter aus der Jungschar
Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, genau genommen in den Tagen, als das Jahr 2011 noch keine hundert Stunden alt war, da trug es sich zu, dass siebzig junge Menschen sich auf den Weg nach Neuenweg, einem idyllischem Dorf im Schwarzwald, machten. Doch wer denkt, hier werde nun ein Märchen erzählt, der irrt sich gründlich. Nein, vielmehr soll wahrheitsgetreu wiedergegeben werden, was diese Menschen in Belchenhöfe zusammen mit Gott erlebten.
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Der Grund für die Schwarzwaldfahrt unserer Helden, die aus den verschiedensten Ortsvereinen und Gemeinden Badens stammten, war der dort stattfindende Grundkurs für (zukünftige) Jungscharmitarbeiter und -leiter. Gemeinsam wollte sie neue Impulse für ihre Arbeit bekommen und grundlegendes Handwerkszeug erlernen. Und so fuhren sie los, um diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen. In Belchenhöfe wurden sie dann nach den Strapazen ihrer Reise herzlich von Ute und Walter Vollmer empfangen, die sie auch in den folgenden Tagen nett und zuvorkommend bewirteten.
Aufgeteilt in zwei Gruppen, den Grundkurs 1 und den darauf aufbauenden Grundkurs 2, setzten sie sich an sechs Tagen mit den verschiedenste Themen auseinander. Recht, Andachten halten, Geschichten erzählen, Lieder einführen, Spiele erklären, Entwicklungspsychologie und vieles mehr waren Elemente, die theoretisch und praktisch erarbeitet wurden.
Aber weil Jungscharmitarbeiter zu sein im Leben zwar viel, aber doch nicht alles ist, gab es für jeden Teilnehmer auch immer wieder Zeit, sich mit seinem eigenen Leben und seiner Beziehung zu Gott zu beschäftigen.
Und damit der geschätzte Leser auch weiß, wie unsere Helden ihre Tage im Detail verbrachten, soll nun ein solcher genauer beschrieben werden:
Schon vor dem ersten Hahnenschrei begann in der Dämmerung um acht Uhr in der Früh ein jeder Tag – und das noch dazu unter freiem Himmel, egal ob bei arktischer Kälte, tropischer Hitze oder monsunartigem Regen. Mit einem Bibeltext im Gepäck machte jeder sich auf den Weg, um sich ganz persönlich mit Gott auf die Anforderungen des Tages vorzubereiten.
Nach einem fürstlichen Frühstück stand dann eine Bibelarbeit auf dem Programm, die wie alle Programmpunkte ganz im Sinne der „neuen Pünktlichkeit“ eher fünf Minuten früher als eine Minute zu spät begann. In Kleingruppen kamen bereichernde Gespräche über Wunder und Gott zustande. Und ganz nebenbei konnten verschiedenste Methoden, sich mit einem Bibeltext auseinander zu setzen, erprobt werden.
Nach dem – wieder tollen – Mittagessen, hatte in der Mittagspause ein jeder die Möglichkeit, all seine Kreativität auszuleben. Neben der Erfindung des Müllsack-Schanzenspringens wurde auch die Sportart Tischtennis neu definiert, indem Schläger durch Tafeln, Mülleimer oder Stühle ausgetauscht wurden.
Im Mittagsprogramm setzte jeder unserer Helden eigene Schwerpunkte und suchte unter zahlreichen verschiedenen Workshops den aus, der den persönlichen Wissensdurst am besten zu stillen versprach.
Eine Kaffeepause, einen Themenblock und ein Abendessen später durften unsere Helden immer noch nicht ruhen. Im Gegenteil: Nun warteten spannende Aufgaben auf sie, die sie sowohl körperlich als auch geistig und geistlich forderten. Es galt, einen schwarzen Eisbären abzulichten, nach K-PAX zu reisen oder den Kampf mit Schere und Kleber anzutreten.
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Und so kam es, wie es kommen musste: Nach fünf Tagen harter Arbeit, kurzen Nächten und viel Gelächter neigte sich die gemeinsame Zeit der Siebzig auf Belchenhöfe dem Ende zu. Am letzten Abend trafen alle ein letztes Mal zusammen, um sich in ihre Ortsvereine und Gemeinden aussenden zu lassen. Jedem der Siebzig wurde der Segen Gottes zugesprochen und mit dem Rauch der Fackeln eines Fackelkreuzes, das tapfer dem Regen trotzte, stiegen auch die gemeinsamen Gebete für ihre Ortsvereine und Gemeinden gen Himmel.
Dann senkte sich die Nacht über das kleine Dorf und Stille umfing alles Leben. Alles war ruhig. Alles? Nein, eine kleine Gruppe widersetzte sich erfolgreich der Nachtruhe und durchbrach die Stille mit mehrstimmigem, glockenhellem Gelächter. Die Mitarbeiterbesprechung ging wohl wieder ein bisschen länger....
Zum Ende dieser (wahren!) Geschichte hin seien noch zwei äußerst wichtige Ereignisse für die Nachwelt festgehalten:
Eines Tages stattete der stellvertretende Vorsitzende des CVJM-Landesverbandes Baden Andreas Engel mit Begleitung unseren Helden einen Besuch ab und zollte ihrem Engagement und ihrem Einsatz großen Respekt. Trotz Regens hatten die beiden sich bis nach Belchenhöfen durchgekämpft, um einen Tag mit den Siebzig zu verbringen.
Und zum allerletzten Schluss sei noch das Ergebnis der Belchenhöfe-Worship-Charts bekannt gegeben: Gewonnen hat mit großem Abstand das hebräische Lied „Kadosh“, das trotz der Ausspracheprobleme aller nicht des Alemannischen mächtigen Helden das am häufigsten gesungene Worship-Lied war. J
Am Morgen des sechsten Tages wurden dann wahre Berge versetzt, galt es doch, alles Gepäck in Bus und Autos zu verstauen, bevor die Heimreise angetreten werden konnte, die unsere Helden wieder auf ganz Baden verteilen sollte. Der Abschied war schwer, doch zum Glück nicht endgültig. Auf dem Baden-Tag, diversen Freizeiten oder beim Biss werden unsere siebzig Helden sicher wieder aufeinander treffen und gemeinsam mit Gott neue Abenteuer bestehen.
Lia Knebel
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